12.8.2008 von Tigresse.
Manchmal muss man sich von lieb gewonnen Gewohnheiten trennen. Ich muss mich in der nächsten Zeit schweren Herzens von meiner Wohnung trennen, in der ich nun schon 8 Jahre wohne. Und so ist es halt auch nicht einfach etwas Neues zu finden. Was suche ich also?
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8.8.2008 von Tigresse.
Alles fing mit einem verlängertem Wochenende der Petplayer an. Abgesehen davon, dass ich Freunde wieder traf, lernte ich auch zwei sehr liebe Neuzugänge kennen. Beide sind auch im Petplay als Ponies anzutreffen.
Eigentlich sah es so aus, als wenn die BDSMer und erst recht die Petplayer am Kölner CSD 2008 nicht teilnehmen würden. Bei den BDSMer ist der Wagen, der vorweg fährt ausgefallen und bei den Petplayern sind die Hauptorganisatoren etwas unmotiviert gewesen und somit hatte der Rest der Mannschaft auch keine all zu große Lust mit zu gehen. Einige Leute konnten auch nicht, da sie genug anderes um die Ohren hatten.
Unsere beiden neuen Ponies Nightwolf und Mercury waren jedoch so scharf darauf, noch mehr zu machen, als das was an dem verlängerten Wochenende passierte, dass Sie unbedingt zum CSD wollten. Also hat einer von Ihnen sich ca. 5 Tage vorm CSD mit den homosexuellen Petplayern in Verbindung gesetzt und organisiert, dass wir bei ihnen mitgehen durften. Zu den zwei neuen Ponies gesellte sich dann noch ein weiteres Pony, welches schon CSD erfahren ist. Somit hatten wir also 3 Ponies und eine Fahrerin. Tja, jetzt fehlten noch mindestens zwei Sulkies und eine Fahrerin. Also haben wir noch ein Sulky und eine Fahrerin organisiert. Zwei Tage vor dem CSD fehlte immer noch ein Sulky. Da fiel mir ein, dass in dem Stall, in dem ich reite eine kleine Ponykutsche steht. Somit habe ich den Besitzer kontaktiert, die Ponykutsche abgeholt und die Jungs haben sie dann sauber gemacht und für den CSD soweit hergerichtet. Samstags hatten wir volles Haus – die drei Ponies, unsere zweiter Fahrerin und natürlich noch mich und meinen Mann. Abends stellte sich dann die Frage, wie wir die Sulkies am Sonntag zur Parade bekommen. Den kleinen konnten wir auseinander bauen und im Auto verstauen, die Ponykutsche jedoch stellte ein großes Problem da. Irgendwann war sie jedoch dann auch auf dem Autodach festgeschnallt und blieb dort über Nacht.
Neben den Fahrzeugproblemen mussten wir zudem noch am Samstag das Outfitproblem unseres Ponies Mercury lösen. Als Knabstrupper ging natürlich ein schwarzer Lycraanzug nicht. Und einen weißen Lycraanzug konnten wir so schnell auch nicht auftreiben. Somit kamen wir dann irgendwann auf die Idee bei Karstadt-Sport rein zu schauen. Bei den Herrn war natürlich nichts Weißes und eng anliegendes zu finden. Ist ja unmännlich. Also musst die Damenabteilung herhalten. Zum Glück erwischten wir einen sehr zuvorkommende, hilfsbereite und sehr tolerante Verkäuferin. Sie hat uns geholfen das über 180 cm große Pony in Weiß ein zu kleiden. Somit war dann auch diese Problem gelöst.
Der Sonntag kam und die Spannung stieg, insbesondere bei Nightwolf und Mercury. Diesmal klappte alles. Wir waren pünktlich vor Ort. Wir hatten alle Fahrzeuge und Utensilien dabei. Sonnenmilch Faktor 50 war schon vor Abfahrt aufgetragen worden. In der Gruppe von Rheinfetisch sind wir herzlich aufgenommen worden. Somit wurde dann nur noch vor Ort angeschirrt und dann ging es auch schon los. Die beiden Ponies Mercury und Nightwolf gingen in schwarz und weiß nebeneinander und gaben ein wundervolles Bild ab. Trotz der sehr geringen und mehr als kurzfristigen Organisation haben wir es noch hinbekommen für die beiden Gefährte Geleitschutz zu bekommen. Wir hatten unterwegs viel Spaß und es kamen immer mehr Leute zu unserer Gruppe dazu, die sich dann auch im Geleitschutz abwechselten. Was uns jedoch stark auf viel, war, dass es viel weniger Zuschauer gab, als in den Jahren zuvor. Dies mag auch an den Schulferien gelegen haben. Die Highlights kamen jedoch erst nach dem eigentlichen Umzug. Zu erst kam der Abschlussgalopp bis zum Hauptbahnhof – der immer wieder befreiend ist, nachdem stop-and-go des Paradezuges. Und nachdem wir in der Altstadt mit einigen Leuten noch was Essen waren ging es dann Richtung Heimat. Beim Essen kam jedoch raus, dass Nightwolf und Mercury immer noch gut bei Kräften waren. Um genau zu sein, einen Kräfteüberschuss hatten. Somit kam die Idee auf, mit den Sulkies am Rhein entlang nach Hause zu fahren. Da wir mit 5 Personen, zwei Autos und zwei Sulkies vor Ort waren mussten also zwei Personen mit den Autos nach Hause fahren. Wir zwei Fahrerinnen schirrten dann unsere beiden Ponies wieder vor die Sulkies und steuerten den heimatlichen Stall an, der jedoch 14 Kilometer entfernt war. Es war eine wunder schöne Fahrt. Die Menschen denen wir unterwegs begegneten reagierten durchweg positiv. Und wir hatten alle unseren Spaß dabei. Das einzig wirklich dumme Gesicht, dass uns entgegenschaute war von einem Pferd, an dessen Weide wir vorbei kamen. Zu Hause angekommen waren alle ziemlich kaputt, dafür aber sehr glücklich und zufrieden.
Fazit, wir werden bestimmt noch mal eine solche Kutschausfahrt machen, auch ohne CSD und wir werden beim nächsten CSD in Köln wieder dabei sein. Und der Hamburger CSD 2008 wird auch von uns heimgesucht werden.
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16.7.2008 von Tigresse.
Ich habe heute zwei sehr passende Zitate gelesen, der erste ist angeblich von John Lennon „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“ und der andere stammt von Thornton Wilder „Ich würde Ihnen raten, nicht nach dem Warum und Woher zu fragen, sondern Ihr Eis zu essen, ehe es schmilzt.“
Um was geht es eigentlich? Lebensziele! Jeder Mensch hat ein Lebensziel. Oder zumindest viele von uns haben eins. Sie streben danach dieses Ziel zu erreichen. Der Weg dort hin ist ihnen nicht sonderlich wichtig. Genau diese Zeit, die die Verfolgung des Zieles braucht, geht einem meines Erachtens nach verloren. Durch das Streben nach dem Ziel, verliert man das Jetzt aus den Augen. Es ist ein wenig wie beim Motorrad fahren. Dort fragt man sich auch gerne, ist der Weg das Ziel, oder ist das Ziel der Weg?
Ich halte ein Lebensziel genauso für wichtig, wie die meisten anderen Menschen. Aber ich finde, dass der Weg dahin genauso das Ziel sein sollte. Ein Ziel um jeden Preis zu erreichen, dabei vielleicht die Familie vor den Kopf zu stoßen, Freunde zu verlieren, Lebensfreude einzubüssen, das sollte nicht sein. Denn am Ende zählt doch nur wie wir gelebt haben, ob wir glücklich dabei waren und das wir nichts bereuen. Wir können nichts mitnehmen, außer uns selbst.
Manchmal kann ein einziger Moment, ein einziges Wort glücklicher machen, als alles was man mit Geld erwerben kann.
Mich erreichte heute ein Mail von einer Freundin, bei deren lesen mir erstmal eine Gänsehaut den Rücken runter lief. Sie ist eine Frau, die gerne lebt, die eine tolle Familie hat und die Ziele hat. Mit ihrer zweiten Tochter kam viel Veränderung und vermutlich wurden dabei auch einige der bisherigen Ziele einfach über den Haufe geworfen. Ihre Tochter hat einen Gendefekt. Und auf einmal wird wieder jeder einzelne Moment wichtig. Aber am tollsten finde ich Ihren Mut.
Leben ist was Schönes.
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29.6.2008 von Tigresse.
Bisher dachte ich immer, dass ich meinen Mann kenne. Er schaut, sehr zu meinem Wohlwollen, sehr selten Fußball. Genau genommen schaut er eigentlich gar keine Sportsendungen. Dann kam die EM 2008. Wie meistens, musste ich in der Zeit viel arbeiten und bekam von den ganzen Spielen eigentlich nichts mit, was mir auch nichts sonderlich ausmachte. Allerdings bekam ich mit, dass meinen Mann auf einmal ein gesteigertes Interesse an Fußball an den Tag legte. Gut, so eine EM ist ja auch nicht alle Tage. Das Spiel Deutschland – Türkei weckte dann jedoch auch mein Interesse. Immerhin lebe ich in Köln und habe viele türkische Freunde. Somit habe ich es mir zusammen mit meinem Mann auf der Couch gemütlich gemacht. Ich schaute dem Spiel ruhig zu, ließ meine Gedanken etwas abschweifen und fand, dass die Türken eindeutig die hübscheren Spieler hatten. Und sie spielten besser. Mein Mann war dann jedoch eine Überraschung. Auf einmal fängt er an ärgerlich über die Spielweise der Deutschen zu schimpfen und versucht ihnen (jaja, wir wohnen immer noch in Köln und nicht in Basel) zu erklären wie sie spielen sollen. Nicht nur die Worte auch die Lautstärke und Leidenschaft haben mich sehr verwundert. Auf einmal hatte ich nicht mehr einen lieben und ruhigen Mann und sub dort sitzen, sondern ein Fußball verrückten Besserwisser. Zeitweise kam mir der Gedanke mir meine Ruhe zurück zu holen und dass Spiel zu genießen, indem ich ihm einen Knebel verpasse. Leider ließen mir die Türken jedoch keine Zeit mal auf zu stehen und einen Knebel zu holen. Also musste ich die spannenden Szenen mit lauten Kommentaren meines Gatten ertragen. Was habe ich daraus gelernt? Nächstes mal Knebel vorher besorgen.
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27.6.2008 von Tigresse.
Begehrt man nur Dinge und Menschen, die man nicht haben kann, bzw. die man nicht permanent haben kann? Hört das Begehren auf, wenn man sich seines Partners sicher ist?
Am Anfang einer Beziehung kann man nie genug von einander bekommen, man hat noch die rosarote Brille auf und man begehrt den Anderen. Man selbst fühlt sich ebenfalls durch den Anderen begehrt.
Aber warum fühlt man sich begehrt?
Wenn mein Partner mir leise, mit viel Gefühl in der Stimme am Telefon sagt „Ich vermisse Dich“ dann macht das ein wohliges Gefühl in mir drin, manchmal bekomme ich auch Gänsehaut. Es ist die Sehnsucht dem anderen nah zu sein. Es ist das Interesse am Gegenüber, heraus zu finden wie er tickt, was er denkt, was er fühlt. Es ist das Erkunden, sich vertraut machen.
Aber irgendwann meint man den anderen zu kennen. Man versucht nicht den anderen weiter zu ergründen. Einiges nimmt man inzwischen auch einfach hin. Der Schwerpunkt wird von der Person des Partners auf die Lebensgestaltung mit dem Partner umgestellt.
Man sieht den anderen mit der Zeit mit anderen Augen. Die rosarote Brille ist inzwischen der Realität gewichen und man ist sich selbst nicht mehr genug. Es müssen mehr Reize von Außen kommen.
Hat Begehren also etwas mit Distanz zu tun? Geht deshalb in vielen Beziehungen etwas verloren?
Ich denke, dass es für eine Beziehung wichtig ist, selber das Gefühl zu haben, dass der Partner einen begehrt. Aber wie erhält man das aufrecht? Müssten dann nicht Fernbeziehungen das Ideal sein? Man freut sich auf das Wiedersehen und bei jedem Aufeinandertreffen entdeckt man wieder etwas neues.
Begehrt man das „Verhüllte“? Ist es vielleicht sinnvoll nicht alles von sich preiszugeben? Zuviel Nacktheit ist auch nicht immer angebracht. Ein hübsch verpackter Körper und eine leicht in Schleiern gehüllte Seele wirken doch immer wieder reizvoll auf uns.
Für mich bedeutet Begehren „ich will Dich haben“. Wenn man jedoch schon eine Weile zusammen ist dann wandelt sich das Begehren. Es wird zum Beispiel dadurch ersetzt, dass man Freude auf einander empfindet. Man genießt die Zeit die man miteinander verbringt.
Wie kann man aber die Begierde aufrechterhalten? Oder wie kann man die Lust aufeinander wieder erwecken? Man muss sich Hilfen bauen, evt. in einem verplanten Alltag Termin für einander einplanen.
Aber ist es wirklich schlimm, dass die Begierde sich verändert? Können wir uns nicht einfach darauf einstellen und versuchen damit zu leben, damit umzugehen?
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24.6.2008 von Tigresse.
Ich liebe zwei Männer. Und dies ist nicht das erste Mal. Vielleicht ist es aber das erste Mal, dass es eine Chance auf Dauerhaftigkeit hat. Es ist nicht schwer mehr als einen Menschen zu lieben, aber es ist schwer Niemanden zu kurz kommen zu lassen. Noch schwieriger wird es, wenn wie bei uns noch eine vierte Person im Spiel ist und die meisten Beteiligten auch sonst nicht monogam sind.
Auf einmal gibt es nicht mehr genug Tage in der Woche und auch nicht genug Wochenenden im Monat. Die Zeit scheint manchmal zu schleichen und dann wieder viel zu schnell zu vergehen. Natürlich immer zum falschen Moment. So wie das immer im Leben ist.
Nein, Polybeziehungen sind nicht einfach. Ich versuche für jeden Zeit zu haben. Wir habe das große Glück, dass bisher keiner eifersüchtig ist auf den Anderen.
Wie können Polybeziehungen auf Dauer funktionieren? Vor dieser Frage stehe ich gerade jetzt. Zum einen bedeutet es für mich, dass es keine Geheimnisse geben darf. Es müssen Absprachen getroffen werden, an die sich auch gehalten wird.
Ich würde gerne zwei gleichwertige und gleichberechtigte Beziehungen führen. So offen wie bisher. Ich stelle keinen Anspruch daran eine 1.-Frau zu sein, oder Primärweibchen. Ich möchte lediglich, in dem Moment, wo ich mit jemanden zusammen bin, sein Mittelpunkt sein. Dann möchte ich seine ganze Aufmerksamkeit haben. Dies gilt auch, wenn ich mit jemanden spiele, mit dem ich sonst keine feste Beziehung habe.
Natürlich wirkt eine Ehe in erster Linie immer so, als wenn dies die Primärbeziehung ist. Vielleicht ist dies auch so. Es gibt Sicherheit, es gibt Rückhalt, aber man sollte sich darauf nicht ausruhen. Es ist genauso nur eine Beziehung, wie es jede andere auch ist.
Bisher sind meine Polybeziehungen daran gescheitert, dass der zweite Mann in meinem Leben, Angst davor hatte, dass er meine Ehe kaputt machen würde. Aber man kann nichts kaputt machen, wenn solch eine Beziehung auf einer soliden Basis steht. In jeder Beziehung gibt es mal ein Rauf und ein Runter und dann wieder ein dahingleiten. Jede Beziehung bedeutet viel Arbeit. Man muss sich immer wieder mit den Bedürfnissen des anderen auseinander setzen und seine eigenen kommunizieren.
Eigentlich liebe ich sogar drei Männer. Jedoch verbindet mich mit dem Dritten eine Beziehung der besonderen Art, die mit Standardbeziehungen so gar nichts zu tun hat. Möge dies noch ganz lange so bleiben.
Sind Polybeziehungen lebbar? Ich denke, ja, dass sind sie. Es bedeut mehr Beziehungsarbeit. Aber ich finde, dass sich das auf jeden Fall lohnt, für alle Beteiligten.
Vielleicht ist es nur eine Phase in meinem Leben, in dem ich mein Leben in vollen Zügen genieße, meine Veranlagung auslebe. Wer weiß, wie es aussieht, wenn wir alt sind, wenn man sich an wirklich alle Normen angepasst hat.
Noch ist die Norm, dass man als Frau nur zu einem Mann gehört, zu mindestens ganz offiziell. Ich mag Normen nicht und ich möchte mein Leben so leben, wie ich es mag. Ich möchte ganz offen meine Polybeziehungen führen, ohne dafür verurteilt zu werden.
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23.6.2008 von Tigresse.
Es war ein schöner warmer Frühlingstag und ich hatte wie einige andere von uns den Nachmittag in der warmen Sonne verbracht. Sonne bewirkt bei mir meistens, dass ich Lust auf Sex bekomme. Als die Sonne langsam ihre Kraft verliert und der Hunger sich anschleicht, finden sich einige von uns im Speisesaal ein. Und während man auf das Abendbuffet wartet unter halten sich die einen, die anderen spielen Black Jack oder Poker. Mir war ein bisschen langweilig und ich schaute einfach mal in den Speisesaal um zu sehen was dort los sei. Was ich auf den ersten Blick sah, war nichts was meine Langeweile vertreiben konnte, oder gar meine Lust auf Sex befrieden. Auf den zweiten Blick entdeckte ich am Tisch der Pokerspieler eine Frau. Sie schaut mir direkt in die Augen. Sie hat große Augen, die fast das ganze Gesicht beherrschen und einen sehr sinnlichen Mund. Es ist geht eine wahnsinnige Ausstrahlung und Anziehungskraft von ihr aus. Ich gehe auf sie zu, es scheint wie selbstverständlich, ich schaue ihr dabei tief in die Augen, nebenbei registriere ich, dass sie ungefähr so groß wie ich ist, dunkel Haare hat und mich immer noch mit diesen wahnsinnigen großen dunklen Augen anschaut. Wir scheinen zu versinken in den Augen der anderen und dann liegen wir uns in den Armen, küssen uns. Sie ist so intensiv. Alles an ihr schreit nach Lust, Wärme und Sex. Ihre Zunge lässt mich alles andere vergessen. Wir verlieren uns in der Umarmung und den Küssen, bis wir die Pokerspieler wieder langsam wahrnehmen.
Diese scheinen uns jedoch überhaupt nicht wahr zu nehmen. Sie sind in ihrem Spiel versunken, machen eine ernste Mine und versuchen sich zu konzentrieren. Bisher weiß ich nicht wer diese Frau ist, ich weiß nur, dass sie aus Wien kommt. Und da sie Geräusche wie eine Katze macht und sich auch so verhält, nenne ich sie einfach das Wiener Katzerl.
Wir schauen uns an, schauen die Pokerspieler an und fangen an zu grinsen. Wir scheinen beide einen der Spieler entdeckt zu haben und wir scheinen beide das selbe zu denken. Aber auch er scheint sich nur dem Spiel zu widmen und kein Interesse an uns zu haben. Somit verlegen wir unser Tun kurzerhand auf den Pokertisch, jeder normale Mensch würde denke, dass es jetzt zu einer Reaktion käme, aber da erleben wir eine Überraschung: es wird ganz sachlich weitergespielt, über uns hinweg. Das können wir so ja nicht auf uns sitzen lassen, vor allem da das Opfer unserer Begierde sich auch nicht regt. Langsam kommen die ersten Äußerungen, ob wir uns nicht wo anders vergnügen möchten, der nächste meint, dass wäre doch ein netter Anblick. Wir lassen uns nicht stören und streicheln und küssen uns weiter. Wir sind wie zwei wilde Katzen. Bis ich den niedlichen Pokerspieler wieder im Blick habe, ich schaue ihm tief in die Augen, er lächelt. Wir räkeln uns weiter auf dem Tisch, scheinen nur Augen und Hände für die jeweils andere zu habe. Doch dann schaue ich ihm wieder in die Augen, mit einem Lächeln auf den Lippen und frage ob er noch eine weitere Einladung bräuchte. Er schaut mich erstaunt an. Dann schaut er grinsend zum Wiener Katzerl und legt langsam die Karten beiseite. Er scheint begriffen zu haben, dass wir ihn zu unserem Spiel dazu haben wollen. Langsam gleiten wir vom Tisch herunter, küssen uns noch einmal sehr intensiv und nehmen unseren Pokerspieler mit in den Serail.
Was hier geschieht, dass ist eine andere Geschichte.
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16.6.2008 von Tigresse.
Trotzdem das ich in Köln lebe, bin ich häufig in Hamburg. Und wenn man als BDSMer in Hamburg ist geht man auch schon mal auf die Reeperbahn und machte einen kleinen Bummel. Meist gehe ich dann gemütlich in die Boutique Bizarre und schau mir an was es so Neues an Spielzeug und Klamotten gibt. Mein Hauptanliegen liegt jedoch fast immer auf den Korsetts.
Dieses Wochenende war ich mal wieder dort. Mein Begleiter und ich waren ganz normal angezogen, so dass wir nicht unbedingt auf den ersten Blick als Perverse zu erkennen waren. Für einen Samstag war es relativ leer dort um nicht zu sagen fast ausgestorben. Somit konnte ich in aller Ruhe die neusten Masken bewundern und freute mich schon auf die Korsagen, insbesondere da ich seit einiger Zeit nach einer Neuen suche. Zu unserem Erstaunen war die Abteilung dazu abgesperrt. Etwas verwundert fragten wir die Verkäuferin da nach. Als Antwort bekamen wir dann zu hören, dass sie die Abteilung geschlossen hätte und auch nicht bereit wäre sie zu öffnen, weil ja soviel kämen und nur gucken und anfassen würden, aber nichts kaufen wollen. Außerdem würden die Leute immer alles schmutzig machen. Und sie hätte entschlossen, dass sie jetzt nicht auf macht.
Ah ja. Wir waren also nicht gut genug für die Abteilung Korsetts und Kleider. Liebe Verkäuferin, wenn Du meine Angestellte wärst, wäre das der letzte Tag für dich gewesen. Geschäftsschädigender geht es ja wohl noch kaum. An alle die dort einkaufen wollen: vergesst es einfach. Warum soll man sich als Käufer von so einer dummen Person herablassen behandeln lassen, nur weil man nicht gerade im Fetischoutfit dort aufläuft?
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15.6.2008 von Tigresse.
Mein Tag war etwas hektisch, da ich mal wieder am Vortag nicht mit allem fertig geworden bin, somit hatte ich noch nicht meinen Koffer für das verlängerte Wochenende gepackt und die Daten von dem einem Laptop noch nicht auf das andere transferiert. Meine Kunden wollten auch noch betüdelt werden. Und zu allem übel bin ich mal wieder morgens nicht aus den Puschen gekommen.
Also habe ich das Kofferpacken wieder verschoben und bin zum Kunden gefahren. Kurz vor 14 Uhr war ich wieder zu Hause und mir war dann auch klar, dass ich den Zug um 14:11 auf gar keinen Fall mehr schaffe. Also Koffer packen, Taxi anrufen und … ja und böse Überraschung: nächstes freies Taxi erst in 25 Minuten. Ja, wo sind wir den? Irgendwo auf dem Land oder in Köln? Ne ist schon klar. Also nächstes Taxiunternehmen angerufen, kein Problem der Wagen ist in 15 Minuten da. Da man unser Haus nicht so einfach findet, habe ich dann auch noch mal erklärt wie man dahin kommt. 15 Minuten später stehe ich abfahrt bereit und dem Gefühl alles wichtige vergessen zu haben an der Tür. Kein Taxi. Also Koffer nehmen und schon mal zur nächsten Straße. Da sehe ich auch schon das Taxi, dass eindeutig den Weg nicht findet. Wie blöd ist der Typ eigentlich und wofür habe ich denen eine Wegbeschreibung gegeben?
Irgendwie ist der Fahrer ein komischer Typ. Erst als wir zur nächsten Straße kommen setzt er eine Brille auf. Äh, wie jetzt, der braucht eine Brille zum fahren und setzt die nicht schon am Anfang der Fahrt auf, ne, ist klar. Um die Kurve fahren scheint auch nicht sein Ding zu sein. OK, kann ich noch mit Leben. Bei uns ist rechts vor links und ich sitze rechts. Der nette Onkel am Steuer scheint weder an dem einem noch an dem anderen interessiert zu sein und nimmt dem Auto von rechts mal eben die Vorfahrt. Mein Puls geht etwas schneller. Dann scheint er der Meinung zu sein, dass die Mitte der Fahrbahn doch besser sei als die rechte Seite. Ich teile diese Meinung nicht, insbesondere da ich den entgegenkommenden Bus für wesentlich stärker halte. Rechtzeitig manövriert meine Fahrer den Wagen wieder auf die rechte Seite. Mein Blutdruck steigt ganz allmählich. Die weitere Fahrt zum Bahnhof gestaltet sich ganz ähnlich, permanent fährt er in der Mitte oder Schlangenlinie, und das Tempo kann er auch nicht halten. Auf der Halben Strecke zum Bahnhof ist mir dann schlecht und mein Blutdruck hat für meine Verhältnisse Rekordhöhe erreicht. Ich versuche nicht aggressiv zu werden und schaue statt dessen zum Fenster raus, neben bei merke ich mir die Taxi-Nr. Das er fast in ein Auto reingefahren und ein anderes angefahren hätte versuche ich zu ignorieren.
Trotz alle dem haben wir es dann noch pünktlich zum Bahnhof geschafft. Ich kann es kaum glauben. Allerdings ist mir noch 15 Minuten später richtig schlecht.
An dieser Stelle möchte ich mich mal bei all den anderen Kölner Taxifahrern bedanken, bei denen ich mich trotz überhöhter Geschwindigkeit immer sicher gefühlt habe.
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27.5.2008 von Tigresse.
Neulich war ich mal wieder auf einer der bekannten Plattformen für Geschäftskontakte unterwegs und habe mir mal das eine oder andere Profil von den Kontakten meiner Kontakte angesehen. Keins davon war jedoch so interessant, dass ich es mir gemerkt hätte. Ich war halt einfach mal ein bisschen neugierig. Dann schrieb mich doch gestern ein Typ an, ob ich neugierig sei. Häh, was will der von mir? War mal so meine erste Reaktion. Zweite Reaktion war, dass ich nachgesehen habe, ob ich zufällig auf seinem Profil war. Und siehe da, es war so.
Da ich eh nichts anderes zu tun hatte, habe ich mich mal auf einen Nachrichtenaustausch eingelassen. Männer können ja schon seltsam sein, insbesondere wenn sie anscheinend Single sind. Sie galoppieren auf eine Frau zu, wie ein Reiter auf ein Hindernis, mit vollem Schwung und ohne Rücksicht auf Verluste. Er kam schon ziemlich schnell zu den Fragen, was ich den so mache, und was ich so anziehe. Ahja, was ich anziehe. Was ist das denn für eine Frage, für einen Stino und Geschäftskontakt? Gut, spiele ich also das Spiel mit und frage ihn, was er denn so mag. Tja, hohe Schuhe, am liebsten mit Riemchen. Ab jetzt war mir klar, der Kerl ist doch nicht ganz normal. Also locke ich langsam und allmählich aus ihm raus, dass er nicht nur den einen Fetisch, sondern eine ganze Palette davon hat.
Spätestens, als dann Sprüche über seine sexuellen Vorlieben kamen, war klar, der Kerl ist nicht nur Fetischist, sondern auch noch BDSMer. Nur weiß er noch nicht auf welche Seite ergehört. Ich werde ihn mir mal aus der Nähe ansehen und schauen, ob ihm (noch) zu helfen ist.
Aber mal so an die Kerls, müsst ihr uns Frauen gleich beim ersten Kontakt erzählen, was ihr sexuell so gerne macht, oder machen würdet? Wenn wir es wissen wollen, dann werden wir Euch schon danach fragen
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