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11.7.2011 von Tigresse.
Im Idealfall spiegelt das Außen das Innen wieder. Wir sehen einen Menschen vor uns der durch und durch authentisch, er selbst ist. Ich glaube, dass dies jedoch der Ausnahmefall ist.
Meistens spielen wir eine Rolle, nur um nicht preis zu geben wie wir wirklich sind.
Wissen wir denn wer wir sind?
Wissen wir wie wir sind, ganz innen drin?
Und unsere Rollen können sehr unterschiedlich sein.
- Im Beruf sind wir der zuvorkommende, angepasste Angestellte.
- Im Bett sind wir der Vamp, der draufgängerische Liebhaber
- Als Kind sind wir die Rebellen, nur weil man einfach dagegen sein muss.
- Als Eltern sind wir die toleranten und Verständnisvollen Vorbilder
- Und es gibt so viel mehr Rollen, die wir spielen
Wir spielen all diese Rollen, weil das von uns erwartet wird. Zu mindestens denken wir das. Wir sind in unserem Leben so oft verletzt worden, dass wir niemanden mehr nur die Möglichkeit geben wollen, uns zu verletzten. Wir bauen Mauern auf. Aber aus diesen Gründen sind wir nur noch Schein nach außen. Wir lassen es nicht zu das die Menschen uns so sehen wie wir wirklich sind. Und dann wundern wir uns darüber, dass man uns immer verkennt.
Gerade im Bereich Beziehung merkt man das ganz gut. Wir wundern uns, dass wir immer wieder an die selbe Art von Mann, oder auch Frau, geraten. Dabei wollen wir doch etwas ganz anderes. Warum zieht man gerade diese Art Mann an? Ja, genau diese Frage habe ich mir heute gestellt. Aber zum anziehen gehört auch ein aussenden von Signalen. Man sollte sich also fragen, was man für Signale aussendet. Wie wirkt man selber auf andere Menschen?
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9.7.2011 von Tigresse.
von: la petit mort
Scherbenhaufen
Wortlos staunend steh ich hier,
vor einem Haufen Scherben,
fast wie ein Kind am Weihnachtsbaum.
Jede einzelne eine Lüge von dir.
Ich kann sie ansehen, aufheben, fühlen.
Manche sind klein und bunt wie Kiesel,
andere wiegen schwer.
Manche schneiden mich tief ins Fleisch,
wie deine damals gesprochenen Worte.
Andere sind geschliffen und glatt,
wie die Ausreden die über deine Zunge in mein Ohr glitten.
Ich suche den Besen,
um dich und diesen Haufen aus meinem Leben zu kehren.
Doch die schillerndsten Stücke hebe ich auf.
Ihre bunte Vielfältigkeit wird mich immer wieder warnen:
Lügen haben viele Gesichter.
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Lieben Dank an la petit mort, dass ich diesen Text veröffentlichen darf.
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9.7.2011 von Tigresse.
Freunde sind die Menschen, die einen nicht verurteilen.
Freunde sind die Menschen, die einen fragen warum man etwas getan hat, oder auch nicht getan hat, anstatt sich Vorurteilen hin zugeben.
Auf Deutsch: ich verzichte gerne auf Leute in meinem Privatleben, die mich, ohne nach dem warum zu fragen, verurteilen.
Noch mehr verachte ich Personen, die sich zurückziehen, sich nicht mehr melden, nichts mehr mit einem zu tun haben wollen und es nicht einmal für nötig halten, dass einem mitzuteilen, oder es zu erklären. Ich halte solche Leute für feige.
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